Wohnräume für Sterbende: Architektonische Annäherung an ein Tabuthema – ein Beitrag auf B5 aktuell

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Die Annäherung der Studierenden der TU an die Planung eines stationären Hospizes in München haben eine rein fachliche Auseinandersetzung mit der reinen Konstruktion eines Gebäudes bei Weitem überschritten. Das zurückliegende Wintersemester wurde ein intensiver Blick auf das Lebensende und das unausweichliche Ableben des Menschen. Bereichernd dabei die Erkenntnis, hierbei auf einen normalen Umstand zu treffen, der, wenn man ihn eingehend betrachtet, seine Schwere zum Teil verliert.

Das Sterben in den Mittelpunkt bringen. In den Mittelpunkt des Lebens. In den Mittelpunkt der Stadt.

Die Perspektive der akut Betroffenen und ihrer Angehörigen einzunehmen hat den Studierenden dabei geholfen, die Bedürfnisse von Sterbenden zu erahnen und in ihre architektonischen Überlegungen einzubinden. Leichtigkeit, Helligkeit, der Blick in die Weite – bauliche Details haben großen Einfluss auf die Befindlichkeit der Menschen, die die Gebäude bewohnen. Geborgenheit und Sicherheit, Nähe und Rückzugsmöglichkeiten finden sich sensibel umgesetzt in den 13 Entwürfen wieder.

Wohnen im Hospiz soll Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen – wenn Betroffene dies wünschen.

Von einem zentralen Hospiz mitten in der Stadt profitieren beide – das Hospiz und die Stadt. Ein Platz zum Sterben mitten in der Stadt schafft Nähe zu einem Thema, das sich meist am Rande unserer Aufmerksamkeit bewegt. Hören Sie hier den Hörfunk-Beitrag von Sabine März-Lerch (ab Minute 5:25).

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Bildquelle: pixabay, C. Hellhake

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