Buchvorstellung: “Ich hole mir den Tod!”

Suizidassistenz- oder Hospizgesellschaft

Im selben Zeitraum, zu dem Covid-19 begann unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ist ein anderes gesellschaftliches Thema zurück in die öffentliche Diskussion gelangt: die Suizidbeihilfe für Sterbewillige. Das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe wurde im Februar 2020 durch das Bundesverfassungsgericht gekippt. Nun steht eine gesetzliche Neuregelung der assistierten Selbsttötung an, deren Ausformulierung voraussichtlich noch in dieser Legislaturperiode zu erwarten ist.

Somit trifft das intensiv-medizinisch herdenimmunisierende Ringen gegen die Sterblichkeit in diesen Zeiten auf den in unserer Gesellschaft lauter werdenden Wunsch nach einem autonomen Tod. Zwei Pole derselben Thematik – die größtmögliche Kontrolle des Lebensendes durch den Menschen. Welche Rolle kommt dabei noch der Hospizbewegung zu?

Wie soll nun eine Gesellschaft aussehen, in der wir leben und auch sterben wollen? Wie kommen wir in diesem Spannungsfeld zu Haltungen als Bürger*innen, aber auch in unseren Einrichtungen?

Andreas Heller und Reimer Gronemeyer beleuchten in ihrem neuen Buch und an diesem Abend die aktuellen Entwicklungen und bringen ihre Kompetenzen in die Diskussion ein.

 Prof. Dr. Andreas Heller, wurde 2007 als Professor auf den europaweit ersten Lehrstuhl Palliative Care und OrgansiationsEthik der Alpen Adria Universität Klagenfurt/Wien/Graz berufen. Er gibt die Zeitschrift Palliative Praxis heraus, ist Beiratsmitglied der Robert Bosch Stiftung zum Schwerpunkt Hospiz und Palliative Care sowie wiss. Beirat des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes.

 Prof. Dr. Reimer Gronemeyer, Theologe und Soziologe, aktiv in zahlreichen Initiativen, Expertengruppen und Organisationen zu den Themen, Palliativ-Medizin, Hospizbewegung und Demenz beschäftigt, Vorstandsvorsitzender der Aktion Demenz e.V. sowie wiss. Beirat des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes.

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