DaSein e.V. plant Bau eines neuen stationären Hospizes in der Landeshauptstadt

DaSein e.V. plant Bau eines neuen stationären Hospizes in der Landeshauptstadt

Isabell Zacharias: „In unserer Weltstadt mit Herz sterben immer noch viele Menschen unzureichend versorgt und einsam, weil die nötigen Hospizbetten fehlen“

Für die rund 1,5 Millionen Münchnerinnen und Münchner gibt es derzeit gerade mal 28 Betten in stationären Hospizen. Der bislang rein ambulante Hospizdienst DaSein e.V. will diese untragbare Unterversorgung angehen und plant deshalb den Bau eines neuen Münchner Zentrums für integrierte Hospiz- und Palliativarbeit. Dort sollen zunächst 12 zusätzliche Hospizbetten entstehen, die schwerstkranken Menschen die absehbar letzten Tage erleichtern und ein Sterben in Würde ermöglichen.

Unterstützen Sie das Projekt!

Kontoinhaber: Hospizdienst DaSein e.V. IBAN: DE52 7015 0000 0065 1330 84 SWIFT-BIC: SSKMDEMM.

Die engagierte frühere Münchner Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias hat sich dieses Projekts angenommen und treibt nun die Suche nach einem geeigneten Standort und großzügigen Unterstützern voran: „In unserer Weltstadt mit Herz sterben immer noch viele Menschen unzureichend versorgt und einsam, weil die nötigen Hospizbetten fehlen. Das ist einfach unwürdig. Wir wollen den letzten Weg, den wir irgendwann alle gehen müssen, würdevoll gestalten.“

Natürlich wünschen sich die meisten Menschen am Ende ihres Lebens im Kreise ihrer Lieben friedlich einzuschlafen, aber die Realität sieht leider anders aus. Immer mehr Single-Haushalte, Entfremdung von der Nachbarschaft – Einsamkeit, Schmerzen und Apparatemedizin bestimmen oft die letzten Wochen im Leben. Dieser traurigen Situation stellt sich die Hospizbewegung. E. Katharina Rizzi, Geschäftsleitung Hospizdienst DaSein e.V., betont: „Der Tod nimmt keine Rücksicht auf Wartelisten für Hospizbetten. Die todkranken Menschen benötigen sofort Hilfe und professionelle Begleitung. Wo dies im eigenen Zuhause möglich ist, unterstützen wir die Betroffenen und ihre Angehörigen ambulant. Aber es gibt Situationen, in denen das auch mit den besten ambulanten Versorgungsangeboten nicht möglich ist. Und Kliniken sind keine Alternative. Wir brauchen dringendst mehr Hospizbetten für die Betroffenen, die oft unter schweren körperlichen Beschwerden leiden und in der Regel hohen Pflegebedarf haben. Deshalb stellen wir uns dieser Aufgabe mit einem Investitionsrahmen von circa 35 Millionen Euro.“

Unsere Vision

Das Münchner Zentrum für integrierte Hospiz- und Palliativarbeit soll nach unserer Vorstellung ein innovativer Knotenpunkt für Begleitungen am Lebensende sein und das bestehende hospizliche und palliative Versorgungsangebot der Landeshauptstadt sinnvoll erweitern. Unsere Grundidee ist, verschiedene Angebote aus dem Versorgungsspektrum von Menschen am Lebensende, rund um ein stationäres Hospiz als Mittelpunkt, an einem öffentlich gut erreichbaren Standort zu vereinen.

Über uns

Der Hospizdienst DaSein e.V. besteht seit 1991. Unser heute 30-köpfiges hauptamtliches Team unterstützt und versorgt Schwerstkranke und Sterbende im ambulanten Bereich, um ihnen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dabei sind die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Angehörigen für uns handlungsleitend. Ziel ist es, unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und gleichzeitig nötige Sicherheit zu vermitteln. Wir bieten Betroffenen Beratung und Hilfestellung bei aufkommenden Fragen am Lebensende sowie fundierte palliativmedizinische Versorgung, bei Bedarf mit Rufbereitschaft rund um die Uhr. Auf Wunsch können Patientinnen und Patienten und ihre Zugehörigen außerdem durch qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfühlsam begleitet und in ihrem Alltag entlastet werden.

Hospiz als Haltung betrachtet Sterben als Teil des Lebens. Es wird zwischen ambulanten Hospizen, die ein Sterben zu Hause unterstützen, und stationären Hospizen – Einrichtungen, in denen Patienten mit einer lebenslimitierenden Krankheit bis zum Schluss versorgt werden
können – unterschieden. Im ehrenamtlichen Engagement der Sterbebegleitung findet die Hospizbewegung ihren zentralen gesellschaftlichen Ausdruck.

Palliative Versorgung bezeichnet die ganzheitliche Unterstützung von Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung. Sie ist nicht allein auf körperliche Therapie ausgerichtet, sondern bezieht auch psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen mit ein. Wesentlich ist die Linderung belastender Symptome und damit die Verbesserung bzw. der Erhalt der Lebensqualität Betroffener in der noch verbleibenden Zeit. Bei allen Handlungsangeboten steht der Wille des schwerstkranken Menschen im Mittelpunkt.

Kontakt:

Isabell Zacharias – Projektleitung „Stationäres Hospiz“
i.zacharias@hospiz-da-sein.de
0178 – 21 73 661

E. Katharina Rizzi – Geschäftsleitung Hospizdienst DaSein e.V.
e.k.rizzi@hospiz-da-sein.de
089 – 124 70 51 40